Transferwirksamkeit in Teamworkshops: Warum das „Danach" entscheidet

Woran scheitern viele Workshops? Am „Danach". Nach dem Workshop beginnt die eigentliche Arbeit. Das versuche ich Auftraggebern und Teilnehmenden immer wieder klarzumachen. Nicht, um Erwartungen zu dämpfen oder Verantwortung abzugeben, sondern um zu verdeutlichen, was für eine nachhaltige Wirkung wirklich nötig ist.

Was ich vorab tun kann

Als Gestalter von Teamworkshops kann ich vorab und im Trainingsdesign einiges tun, um den Transfer zu unterstützen. Dazu gehört klares Erwartungsmanagement, der Fokus auf wenige Themen, eine empathische Einbindung aller Teilnehmenden, praxisnahe Formate und gemeinsame Vereinbarungen.

Das ist die Grundlage. Ohne sie wird ein Workshop selten gut. Aber sie reicht eben nicht aus, damit das, was im Raum entsteht, auch im Arbeitsalltag ankommt.

Entscheidend wird es nach dem Workshop

Arbeiten die Menschen wirklich an den Aktionen, auf die sie sich geeinigt haben? Und zwar nicht an vielen, sondern an wenigen, kleinen Maßnahmen, die schnell spürbar und sichtbar sind? Werden die Workshop-Ergebnisse regelmäßig in Meetings aufgegriffen?

Diese Fragen entscheiden darüber, ob ein Teamworkshop Wirkung entfaltet oder ob er nach zwei Wochen verpufft ist. Nicht das Format, nicht die Methode, nicht die Stimmung am Workshop-Tag.

Warum die Dokumentation so wichtig ist

Genau deshalb lege ich so viel Wert auf eine ansprechende und durchdachte Dokumentation, die sich nicht auf lieblos fotografierte Flipcharts beschränkt. Eine Dokumentation, bei der sich alle gerne an den Workshop erinnern und die sie als Hilfsmittel für den Alltag nutzen.

Eine gute Dokumentation ist kein Pflichtbeleg, sondern ein Werkzeug. Sie hält die Vereinbarungen sichtbar, sie erinnert an die Energie aus dem Workshop, und sie macht es leichter, in den nächsten Wochen darauf zurückzukommen.

Wirksam wird ein Workshop erst danach

Ein Workshop kann viel anstoßen und Energie freisetzen. Wirksam wird er aber erst durch das, was danach konsequent aufgegriffen, ausprobiert und weitergeführt wird.

So verstehe ich Teamentwicklung. Der Workshop ist nicht das Ziel. Er ist der Startpunkt für kleine Veränderungen, die im Team selbst stattfinden. Im Alltag, in Besprechungen, in den vielen kleinen Momenten zwischen Kalenderterminen und To-do-Listen oder auch in der Kaffeeküche.